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Schlafen und Träume in der Nacht

11. Mai
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Juli


Ich habe ja ohnehin eine lebhafte Phantasie, aber die Träume in den letzten Jahren schießen den Vogel echt ab. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, ich bin nachts in einer Parralelwelt unterwegs und schlafe gar nicht wirklich- so dass es kein Wunder ist, dass ich morgens schon mit einem vollen Kopf aufgewacht bin und dachte: Puh, na das war ja wild. Aber so richtig bemerkt habe ich das erst Jahre später. Auch dass ich unfassbar schnell wach werde: Bei mir musste nur irgendwas draußen klappern und zack, war ich wach. Tiefschlaf war also scheinbar schon lange nicht mehr meine Stärke, aber es war mir nicht bewusst- es war für mich normal.

Ich habe da gar keinen richtigen Gedanken dran verschwendet, dass irgendwas vielleicht nicht ganz optimal läuft.

Man träumt nämlich vorrangig im REM-Schlaf und der ist ganz wichtig für die Verarbeitung von einer Menge Unterbewusstem. Das Gehirn ist dabei sehr aktiv. Und das ist an sich ja prima, aber wenn man nun kaum in die Tiefschlafphase findet, können sich Körper und Gehirn nicht so gut erholen.

Und da die ersten Tiefschlafphasen wohl die längsten sind und mit der Zeit in der Nacht abnehmen, habe ich zugesehen, zeitig ins Bett zu gehen (wo es richtig schlimm war schon gegen 20 Uhr, spätestens gg. 21 Uhr) und den Schlaf, den ich nachts ab 2 Uhr oft nicht mehr finden konnte, "vorzuziehen".

Mit der Zeit wird es aber auch mit dem Schlafen besser, wenn man diesen etwas anders angeht als bisher vielleicht (kein Handy oder TV ca. 2 Stunden vorher, eine gute Schlafumgebung was Licht, Lautstärke und Temperatur angeht, den Schlaf nicht kontrollieren wollen sondern wieder auf den Körper hören, um ähnliche Zeiten ins Bett gehen und aufstehen (mega wichtig für den Bio-Rhythmus, gerade das Licht am Morgen kurbelt die Hormone zur richtigen Zeit an und diese erleichtern und auch das abendliche Einschlafen). Und absolut unterschätzt: Genug Ruhe für das Nervensystem auch über den Tag. Bei meinen Kindern war mir das klar, dass zuviel Wirbel am Tag das Nervensystem reizt, sodass es abends schwieriger sein kann, sie zur Ruhe zu bekommen. Durch mein dysreguliertes Nervensystem habe ich genau die gleiche Herausforderung. So habe ich irgendwann gelernt, dass ich durch eine Reduzierung der Reize und Ruhepausen tagsüber auch abends wesentlich besser ein- und vor allem durchschlafen konnte.

Und zu den wilden Träumen:

Sie gehen mir echt auf die Nerven, ich will doch einfach nur selig und in Ruhe mein Gehirn ausruhen und morgens wie ein neuer Mensch energiegeladen aufstehen. Aber als ich anfing, sie mir aufzuschreiben, wann immer ich wach wurde (ich hatte teilweise mehrere Träume die Nacht, an die ich mich mehr als gut erinnern konnte), stellte ich viel mehr Ähnlichkeiten zwischen ihnen fest als ich dachte.

Die meisten meiner Träume handeln von Momenten, in denen ich bei meiner alten Clique nicht mehr eingeladen wurde. Dass ich immer wieder gefragt habe, ob wir uns mal treffen wollen, keiner Zeit hatte. Und ich die Clique dann zufällig irgendwo gemeinsam antraf und sie mir ins Gesicht sagten, dass ich es doch endlich verstehen soll, dass sie einfach keine Lust hatten, mich auch zu fragen. Und das ist nicht die Realität, sondern nur ein Traum. Aber die Angst dahinter ist scheinbar irgendwie präsent im Alltag.

Als ich neulich meiner Freundin aus dieser Clique (mit der ich immer noch sehr gut befreundet bin) schrieb, dass in diesem einen Traum selbst sie lieber was mit den anderen ohne mich machen wollte, schrieb sie einfach nur zurück:

"Also bei mir darfst du immer mitspielen." mit ein paar lustigen Emojis.

Dazu gibts vermehrt Träume von irgendwelchen plötzlichen kriegerischen Herausforderungen im Land (und ich gucke keine Nachrichten oder so, wirklich gar nicht) oder dass ich meine Tiere nicht gut versorge oder irgendwelche anderen Dinge nicht gut genug mache und deshalb etwas Schlimmes in meinem (Traum-) Leben passiert. Hallo Selbstzweifel und Kontrollverlust!

Diese unterbewussten Ängste habe ich dadurch dennoch ganz gut erkannt und kann daran arbeiten. Und dann kann ich gucken, wie sich diese Ängste vielleicht auf meine Gedanken und das Handeln im realen Alltag auswirken und etwas dafür tun, mir diesen zu erleichtern. Glaubenssätze aufzubrechen und das Gehirn neu zu programmieren sind dabei weit vorn mit dabei- inzwischen freue ich mich sogar drauf, weil ich durch diese Techniken schon richtig viel verändert habe. Und ich werde mir meine Leichtigkeit wiederholen-auch im Schlaf :)


Gute Nacht!


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