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Schilddrüse- Hashimoto, Schilddrüsenentzündung, Unterfunktion

9. Mai
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Juli



Zusammenfassung mögliche To-Dos Schilddrüse:

  • TSH, fT3 und fT4, TPO-Antikörper im Blut messen

  • Körpertemperatur über 1 Monat messen, Werte <36,5 könnten auf eine Unterfunktion hindeuten

  • Werte von Jod, Selen, Vitamin A im Blut messen und ggf. substituieren

  • Immunsystem (80% sitzt im Darm) über gute Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten stärken

  • Leber entgiften

  • Medikamente (z.B. L-Thyroxin und Trijodthyronin oder Thyreogland der Klösterl Apotheke) ergänzen, wenn nötig

  • Nervensystem regulieren

Gerade das Thema Schilddrüse lag mir sehr am Herzen zu Beginn meiner Krankheit- die Symptome sprachen nach den ersten Anzeichen aus meiner laienhaften Sicht klar für eine Fehlfunktion der Schilddrüse, gerade bei mir als Frau kurz nach der Geburt und wahrscheinlich in der Perimenopause.


Die Techniker Krankenkasse beschreibt die Symptome folgendermaßen (sie sind nicht vollzählig, es können auch noch unzählige weitere Symptome auf eine Fehlfunktion hindeiten und sie trafen irgendwie fast alle auf mich zu):

  • Konzentrationsschwierigkeiten,

  • verminderte Leistungsfähigkeit, 

  • depressive Verstimmungen,

  • vermehrtes Schwitzen,

  • erhöhter oder verlangsamter Pulsschlag,

  • Empfindlichkeit gegen Wärme oder Kälte,

  • Durchfall oder Verstopfung,

  • trockene Haut oder

  • brüchige Haare 


Da Stress die Funktion der Schilddrüse ebenfalls wesentlich beeinträchtigen kann (und den hatte ich mehr als genug, nicht nur körperlich sondern auch in meinem Kopf), habe ich hier zuerst angesetzt. Allerdings zunächst ohne Erfolg. Meine Werte waren laut der üblichen Normwerte der Ärzte im unauffälligen Bereich.

Meine Heilpraktikerin, die ich im Laufe meiner Erkrankung irgendwann kennenlernte, schaute sich die Werte ebenfalls an und bat mich, meine Körpertemperatur zu messen.

  • Körpertemperatur sollte >36,5 Grad im Mittel sein (gemessen 3x am Tag unter der Zunge mit einem Thermometer, was ca. 5 Minuten lang misst; 1 Monat lang direkt nach dem Aufstehen, vorm ins Bett gehen und einmal mitten am Tag. Vorher keine Anstrengung oder Mahlzeiten sowie heiße oder kalte Getränke, da diese die Körpertemperatur beeinflussen können).

    Meine Körpertemperatur lag bei durchschnittlich 35 Grad, die tiefsten Werte lagen bei 34,2 Grad. die 36 Grad habe ich selten erreicht.

  • Meine Heilpraktikerin interpretierte die Blutwerte ebenfalls anders als die Ärzte. Der TSH-Wert lag zwischen 1,5 und 2,2, was okay ist. Der FT3und FT4-Wert war zwar im Normbereich, der FT3-Wert lag allerdings am unteren Rand, was viel zu wenig ist und auf eine Konversionsstörung der Leber hindeuten kann. Die Leber als Entgiftungsorgan kann überlastet sein durch Umweltgifte, unverträgliche Nahrungsmittel, Viren, Bakterien, Parasiten, Pilzen usw, sodass sie bei den "normalen wichtigen Prozessen" des Körpers wieder Umwandlung von Hormonen etc. nicht mehr hinterherkommt.

  • Meine TPO-Antikörper waren negativ, was zunächst ja erstmal positiv ist und gegen eine Autoimmunerkrankung spricht.

  • Das Medikament L-Thyroxin, welches ich zunächst genommen hatte, bewirkte bei mir eine Verschlechterung der Symptome, da (so erkläre ich es mir nach vielen Recherchen) meine Leber das inaktive Schilddrüsenhormon T4 nicht in das aktive Schilddrüsenhormon T3 umwandeln konnte und es somit Symptome einer Überfunktion verstärkte (bei mir vor allem Panikattacken, Herzklopfen, Ruhepuls von 100, innere Unruhe usw).

  • In einer der Blutuntersuchungen ließ ich auf eigene Kosten die Ko-Faktoren zur Bildung von Schilddrüsenhormonen testen und hatte Mängel vor allem bei Jod, Selen und Vitamin A (man braucht sie alle, damit es reibungslos funktioniert..), welche ich nach Rücksprache mit meiner Heilpraktikerin und einem Heilpraktiker mit Nahrungsergänzungsmitteln substituiert habe.

  • Ebenso sollte ich weniger denken und meinen Stress reduzieren. Das war für mich mit Kindund Baby schwerer als gedacht. Dazu mehr unter.....


Ein paar Monate später hatte ich noch einen Termin bei einer privaten Nuklearmedizinerin und Spezialistin für Schilddrüsenerkrankungen. Sie nahm auch nochmal Blutwerte ab, schallte die Schilddrüse und nannte mir die Diagnose Hashimoto, also eine chronische Schilddrüsenentzündung, die zu einer Unterfunktion führen kann.

  • Nachdem ich auf keinen Fall nocheinmal L-Thyroxin nehmen wollte, kam sie meiner Bitte nach und verschrieb mir Thyreogland der Klösterl-Apotheke- ein natürliches Schilddrüsenhormon mit einem hohen Anteil an aktivem T3. Es ist oft "umstritten", weil die Anteile von T3 und T4 höher sind als im menschlichen Körper und es wird zunächst versucht, über die Gabe von L-Thyroxin (plus ggf. aktivem T3 wie Trijodthyronin als Medikament) eine Verbesserung der Symptome zu erzielen. Da ich allerdings auf viele der Inhaltsstoffe von Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungmitteln reagiert habe (und ehrlich: Angst hatte, auf sie zu reagieren und meinem Körper nicht noch mehr Entgiftung durch unnötige Füllstoffe zumuten wollte), konnte ich mich mit meiner Ärztin auf das o.g. Medikament einigen und bin damit bisher sehr zufrieden.

    Hinkefuß: Ich musste es selbst bezahlen (ca. 90 EUR für 3 Monate) und es ist nur in einer speziellen Apotheke in München erhältlich.

  • Um das Immunsystem, welches durch viele Ursachen nicht mehr effektiv arbeiten kann, zu stärken, ging es zusätzlich zu den Medikamenten und Nahrungsergänzungmitteln auch an die Leber, Darm, Bewegung im Alltag und an den gedanklichen Stress. Gerade den, den man nicht so offensichtlich wahrnimmt sondern der das Hintergrundrauschen des Geistes darstellt, beschäftigte mich mehr als ich dachte und beeinflusste mein Handeln und die Gefühle im Alltag.

    Details zu den Themen eines bei mir gut funktionierenden Ernährungsansatzes/ Entgiftung und der Regulation des Nervensystems findest Du....


Es geht also darum, nicht an einer einzelnen Stellschraube zu drehen, sondern das große Ganze wieder ins Gleichgewicht zu bekommen.


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