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Momente, in denen man völlig ausrastet und es im Inneren nicht mehr halten kann

20. Aug.
2 Min. Lesezeit

Gerade war genau solch ein Moment...und ich habe ihn kommen sehen. Lange. Ich habe immer wieder versucht, mich innerlich zu beruhigen, auch die Gespräche davor- aber wenn das gleiche Thema immer und immer wieder kommt und der andere mich immer als Problem sieht, wann immer ich anderer Meinung bin oder mal nicht so nett und respektvoll und höflich reagiere, wie er es sich wünscht, dann ist es wirklich schwer, noch alles zu regulieren. Inklusive mir selbst. Hallo 6 jährige Jana, da biste heute mit voller Wucht durchgekommen. Aber der Teller ist noch heile- ich hätte ihn vor Wut nämlich fast zerschmissen- inklusive meiner Türen und dem Parkettboden, den ich fast zerstampft hätte. Aber: Die Energie hat zumindest nicht gestucked sondern ist irgendwo herausgearbeitet worden. heyyyyy...

Und: Ich bin nicht mehr 6 und ich bin auch nicht mehr abhängig von anderen. Ich bin sicher. Ich kann atmen, kann versuchen, die Gefühle von anderen bei Ihnen zu lassen. Auch wenn das wirklich schwer ist, weil ich soviele Feinheiten um mich herum wahrnehme (ob nun richtig oder falsch, aber ich nehme was wahr, was mich emotional berührt). Und weil ich immer das Gefühl habe, mich entschuldigen zu müssen, wenn meine Gefühle zu groß werden. Und das bin ich- ein Mensch, der sich im Nachgang immer entschuldigt. Der immer versucht, seinen Anteil zu sehen, egal ich nun Auslöser war oder nicht. Aber das Gefühl, eine Last zu sein mit meinen Wünschen und Emotionen, muss ich wirklich üben loszulassen, wenn ich mal anecke.

Vor allem, wenn ich darum bitte, auf mich Rücksicht zu nehmen (was mir wirklich, wirklich schwer fällt) und dann auch versuche, diese Grenzen durch dran erinnern aufrecht zu erhalten, und die andere Partei mir das Gefühl gibt, mich anzustellen oder zu übertreiben.

Und die, die mich kennen, wissen eigentlich, dass ich relativ pflegeleicht bin, wenn es darum geht, Dinge anzunehmen, wie sie sind oder spontan doch umzuplanen. Aber es gibt eben auch Grenzen, die ich setzen darf. Und über die man überhaupt sprechen darf. Und dass man aushalten muss, wenn der andere das doof findet. Aber es wäre vermessen zu sagen, dass mir das leicht fällt. Es ist einfach eine Übungssache, Emotionen sinnvoll rauszulassen, Dinge anzusprechen und sich vor allem nicht danach in inneren Monologen zu verlieren, um noch etwas Besseres oder weiß der Kuckuck zu sagen.


Und heute- da hat das kleine Ich zugeschlagen. Aber ich hoffe, ich konnte es im Gegensatz zu früher besser begleiten. Weil ich ja erwachsen bin. Zumindest manchmal :)








 
 
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