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Entzündungmildernde Ernährung

10. Mai
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Juli


Gesunde Ernährung ist ein absoluter Gamechanger in der Gesundheit. Der Körper kann so gut heilen, wenn er nicht damit beschäftigt ist, das ungesunde Zeug, was wir in ihn reinschütten oder an ihn dranschmieren, irgendwie zu filtern und zu verdauen.

Durch Abgase und Umweltgifte hat er ohnehin schon gut zu tun, uns gesund zu halten, da können wir durch eine umsichtige Ernährung wirklich gut unterstützen.

Man ist allerdings so geprägt von dem aktuellen Essverhalten der Gesellschaft, dass man sich wie ein Alien fühlt, wenn man morgens mit Gemüsesuppe anfängt und auch das Brot aus der normalen Bäckerei verschmäht.

In meinen schlimmsten Zeiten , als mein Körper auf jedes erdenkliche Nahrungsmittel mit Schwindel und Kreislaufproblemen reagierte, begann ich den Tag mit Hirseflocken in Wasser. War hart, aber was anderes ging nicht. Doch, Brokkoli, aber die 3 Röschen gab es mit etwas Rapsöl ja schon mittags und ich fand etwas Abwechslung nicht schlecht:)

Ich begann mit den Nahrungsmitteln, die auf der Sigi-Liste als Klasse 1 sowie auch bei Mastzellenaktivierung als relativ unbedenklich eingestuft wurden.

Hat mir zu Beginn super geholfen. Wenn ich Nahrungsmittel neu probiert habe, waren es fingernagelgroße Stücke. Wenn das geklappt hat, am nächsten Tag etwas mehr davon, dann wieder mal etwas Neues in geringer Menge usw usw. So füllte sich der Speiseplan langsam wieder. Und die Hirse mit Wasser wurde zu Hirse mit Kokosmilch, was ein Geschmackserlebnis. Kokosmilch ist aus meinem Speiseplan nicht mehr wegzudenken, auch wenn sie viele gesättigte Fettsäuren hat. Ich versuche dem mit einer Menge an guten Ölen wie Leinöl, Olivenöl, Kokosöl und Omega3- Öl zu begegnen.

Gemüse für Gemüse, Obst für Obst kam dazu. - aktuell immer noch selektiv, aber dennoch abwechslungsreich und vollwertig.

Auch Getreide wie Haferflocken, Quinoa, Amarant und sogar glutenfrei Dinkelflocken sind wieder Teil meiner Ernährung- da ich aber versuche, nicht zuviele Kohlenhydrate zu essen (ich sie aber auf jeden Fall brauche und vor allem möchte), sind diese meistens eher im Frühstück enthalten. Vollkornreis-/-nudeln und Kartoffeln beschränken sich auf das Mittagessen und sind nicht mehr als eine kleine Hand voll (SättigungsBEILAGE :)

Abends versuche ich eher etwas leicht verdauliches wie diverse Salate/ Gurken mit einer Eiweißquelle auf den Teller zu bringen. Und weil ich weiß, dass ich nachts besser schlafe, wenn ich kurz vorm ins Bett gehen noch etwas Eiweiß und Fett in meinen Körper stecke, gibts entweder noch ein kleines Porridge oder einen pflanzlichen Eiweiß-Shake mit Mandelmilch und- mus. Oder eingeweichte Chiasamen mit Mandelmus, Kokosjoghurt und Zimt.

Was ich aber immer noch einhalte und was mit leichter fällt als gedacht:

Ich esse 3- bis 4 Mal am Tag; kein Snacken, normal große Portionen, mit Esspausen von ca. 4-6 Stunden zwischen den Mahlzeiten, damit der Darm sich selbst reinigen kann. Ausserdem führt wohl jede Mahlzeit aufgrund der Energie, die für die Verdauung und Verarbeitung der Nahrungsmittel genutzt wird, zu einem Zurückfahren des Immunsystems. Und das möchte ich so wenig wie möglich einschränken, soll es mich doch entgiften und mich wieder auf die Beine bringen.

Milchprodukte vermeide ich aktuell, da ich das Gefühl habe, dass sie bei mir einfach mehr Hunger bzw. Appetit verursachen und laut diverser Studien auch nicht unbedingt zur Gesundheit beitragen. Dazu gibt es noch das Milcheiweiß Casein, was einem ebenso Probleme machen kann wie die Laktose in der Milch und nicht durch einen laktosefreie Ersatz umgangen werden kann.

Der fehlende Eiweißgehalt aus Milchprodukten ist bei Verzicht auf diese nicht zu unterschätzen, für mich überwiegen jedoch gerade die "Nachteile", sodass ich meinen Eiweißbedarf gerade anders decke. Es gibt genügend andere Quellen, die auch keine Nahrungsergänzungsmittel sind, die viel Eiweiß enthalten (z.B. Hülsenfrüchte).

Industriezucker esse ich schon seit Jahren nicht mehr, aber auch andere Süßungsmittel wie Agavendicksaft, Ahornsirup u.ä. benutze ich gerade nicht. Fehlt mir aber auch nicht. Dafür haben es Datteln, Rosinen und getrocknete Aprikosen in den Süßigkeitenschrank geschafft. Der sonst ohnehin recht leer ist, weil wir selten Süßigkeiten essen.

Aber bei Ernährung gilt ja wie bei allem: Die Dosis macht das Gift. Während früher der Hauptteil meines Tellers mit Nudeln belegt war, ist es nun das Gemüse und Eiweiß und Fett. Man muss sich nur dran gewöhnen und das geht schneller als man denkt.

Gerade bei Unverträglichkeiten wie Fruktose/ Laktose/ Sorbit...Intoleranz fand ich die App der Monarch University ziemlich genial.


Link zur Website:


Ich dachte nämlich immer, man bei Unverträglichkeiten oder auch Diagnosen wie Reizdarm oder Sibo bestimmte Dinge gar nicht essen sollte (auch wenn es natürlich immer bei jedem unterschiedlich ist), sodass die App mir zu Zeiten einer festgestellten Malabsorption im Darm, die im Zusammenhang mit bestimmten Unverträglichkeiten stehen kann, eine große Hilfe war.

Man kann nämlich eine Menge mehr essen, als ich dachte- aber auch hier macht es die Menge. Es ist in der App ein Ampelsystem hinterlegt, was man bei welchem Lebensmittel in welcher Menge essen kann, ohne dass der Wert für z.B. Laktose oder Fruktose ansteigt. Diese Menge ist in der App grün gekennzeichnet. Man kann mehrere "grüne" Lebensmittel je Mahlzeit kombinieren, von einer Sorte jedoch nur die "grüne" Menge. Hat für mich immer für einen bunten Gemüseteller gesorgt.

Ab einer bestimmten Menge wird das Lebensmittel dann gelb oder rot. Da kann man also auch nochmal schauen, ob es vielleicht gar nicht die Zucchini selbst ist, auf die man reagiert, sondern nur die Menge und diese dementsprechend reduziert, um dem Darm trotzdem eine gute Mischung an unterschiedlichen Lebensmitteln zuzuführen..


Update Mai 2026:

Ich esse inzwischen schon wieder eine ganze Menge Lebensmittel. Etwas Gluten in Form von Vollkorndinkelmehl oder Milchprodukte wie Kefir oder Joghurt (den ich mal versuche, selbst anzusetzen).

Selbst Nahrungsmittel mit Histaminliberatoren (z.B: Kakao, Banane) oder biogenen Aminen (z.B. Birne). Ich fordere mein Glück aber nicht zu sehr heraus sondern belasse es aktuell bei kleinen Mengen. Aber auch die sind eine echte Geschmacksexplosion :)

Aber: Ich würde mit Sicherheit auch schon wieder einiges mehr vertragen, schaue aber immer noch, nicht mehr als ca. 10-20% tierische Produkte zu essen und keine "Leeren" Kalorien (wie z.b. die normalen hellen Brötchen oder sowas in der Art). Einfach, weil ich es gerade auch nicht unbedingt brauche und ich das Gefühl habe, es schadet auch nicht, diese Dinge nicht zu essen.

Mal schauen, wie es ist, wenn ich wieder mehr im Leben unterwegs bin, aber aktuell bin ich glücklich mit meiner Ernährung.


 
 
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