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Ernährung

Hinweis: Das hier ist kein ärztlicher Rat oder ein Heilversprechen, sondern mein Weg mit meinen bestimmten Problemen umzugehen. Schnappt Euch Euren Arzt oder Heilpraktiker, wenn ihr unsicher seid und professionellen Rat benötigt und schaut einfach, was Euch wie gut tut. 

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Irgendwie finde ich es im Nachhinein spannend, was "normales" Essen so ist. Wie weit man eigentlich weg ist von wirklich nährenden Nahrungsmitteln. Und ich habe schon in den letzten Jahren und gerade mit Kindern darauf geachtet, gesund zu essen, kaum Zucker und immer auch Gemüse zu integrieren. Soweit es mit diesen kleinen Monstern möglich ist. Was ich unterschätzt habe, sind Essenspausen. Bei mir haben die nie gut funktioniert. Ich habe dann schnell Kopfschmerzen bekommen, wenn ich zu lange nichts gegessen habe. 

Ein Großteil des Essens waren viele Kohlenhydrate (Nudeln mit...; Brot mit...; Reis mit...).

Inzwischen besteht der Großteil des Tages aus natürlichen undverarbeiteten Zutaten, vielen Ballaststoffen, viel mehr guten Fetten als vorher, Eiweiß und erst dann die Kohlenhydrate.  

Ich dachte immer, Kohlenhydrate machen satt ("iss noch eine Scheibe Brot, damit Du satt wirst"), aber Fett und Eiweiß tun das fast noch mehr.


Diagnostik/ Therapie bei mir
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Was mache ich inzwischen anders?

 

  • Ich esse mehr Ballaststoffe in Form von Gemüse (egal was, ob TK oder selbst geschnippelt, alles in die Pfanne oder den Topf, als One-Pot-Gericht, irgendwas mit Kokosmilch oder einer Sauce aus Mandelmus und Wasser und Gewürzen o.Ä.)

  • Ich esse mehr Eiweiß in Form von Eiern, Hülsenfrüchten und Fleisch (ich war vorher Vegetarier, aber zu meinen schlimmsten Zeiten musste ich das essen, was irgendwie ging. Und Huhn und Pute habe ich vertragen. Allerdings Bio und vom Bauernhof zwei Dörfer weiter). 

  • Ich esse vor allem mehr gutes Fett. Olivenöl, Kokosöl, Nüsse/ Nußmuse aller Art, Butter/ Ghee

  • Ich versuche blutzuckerstabil zu essen- weil es dem Körper generell hilft, in Balance zu bleiben.

  • Ich esse 3 Mahlzeiten am Tag mit 4 bis 6 Stunden Pause dazwischen. Nachts natürlich dementsprechend länger. So kann sich der Darm größtenteils schon einmal selbst reinigen- wenn es mir gut tut. Wenn ich Hunger bekomme, esse ich und warte nicht zwanghaft, bis die nächste Mahlzeit dran ist, aber inzwischen passt das für mich ganz gut. Aber da Jede Mahlzeit eigentlich eine nährreiche Mahlzeit mit den o.g. Bestandteilen ist, damit der Körper auch wirklich satt ist und die Vitamine und Mineralien hat, die er braucht, komme ich damit gut zurecht.

  • Bevor ich esse, sitze ich kurz vor meinem Teller und atme. Nur atmen. Um mich aufs Essen einzustimmen und dem Körper Gelegenheit zu geben, Körpersäfte zu produzieren um das Essen auch verdauen zu können. Erst seitdem fällt mir auf, wie schnell der Körper Speichel produziert, den man für die Verdauung eben auch braucht.

  • Kauen. Jeden Bissen wieder und wieder kauen. Macht eine Mahlzeit sehr lang, darf sie aber auch wieder sein- und nicht nur das notwendige Übel zwischen den To-Do's

  • Obst gibt es in Form von Äpfeln, Beeren, Melonen, Aprikosen...eher histaminarm, aber manchmal auch ein Stückchen Banane. ca. 1 Handvoll am Tag, nicht abends. Und zwar als Nachtisch oder in Kombination mit etwas Eiweiß- damit der Blutzucker nicht komplett in die Höhe schießt (und dazu: Ich habe an sich kein Blutzuckerproblem, aber ich versuche auch keins zu bekommen, wenn es so leicht ist)

  • Probiotika gibts bei mir gerade in Kapseln- im normalen Joghurt sind oft nur 2 Arten enthalten, da nehme ich als tierisches Produkt lieber etwas mit mehr Eiweiß oder Fett, wenn ich es schon esse (also skyr, griechischerJoghurt oder Quark).

  • Update: Aktuell mache ich meinen Jogurt gerade selber. Es ist viel leichter als gedacht und hat dann auch noch lebendige Bakterien enthalten, die der Darmflora wirklich was bringen.

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Wenn ich eine Ernährungsform nennen müsste, an der ich mich orientiere, ist es wohl die Logi-Kost-Methode.

Egal ob meine Heilpraktiker oder meine Nuklearmedizinerin, die mir bzgl. der Schilddrüse sehr weitergeholfen hat, beide haben sich unabhängig voneinander für die o.g. Ernährungstipps ausgesprochen. Es gibt soviele Formen der Ernährung, dass man einfach seinen Weg finden muss. Größtenteils pflanzlich zu essen und auf max. 20% tierische Produkte zurückzugreifen, funktioniert bei mir gut. Ich musste aber auch erst meine Produkte und Routinen finden, die es mir halbwegs leicht machen. Inzwischen esse ich auch wieder ab und an auswärts- Kartoffeln mit Quark, Salate, Spargel, Pommes. Ich habe aber immer etwas in meiner Tasche dabei, damit ich nicht ohne Nahrung dastehe, falls die Karte doch nichts hergibt, aber bisher hat es immer recht gut geklappt.

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Mein Essen sieht aktuell so aus:

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Morgens (gg. 8.30 Uhr)

...gibts Porridge Ich liebe warmes Essen am Morgen, zumal meine Körpertemperatur noch immer etwas niedrig ist. Und mein warmes Frühstück erfreut mich jeden Tag :)

Es ist meist ein Mix aus Haferflocken oder Haferkleie, Hirseflocken und Quinoaflocken, die ich zusammen mit pfanzlicher Milch warm koche. Dazu danach Hanfsamen, Rosinen, Apfelstückchen, Mandel-Kokos-Mus (z.B. von DM) oder Dattelmus, diverse Gewürze wie Zimt, Kaffeegewürz, Kurkuma, Nelke, Vanille.... Und entweder Kokosjoghurt (weil pflanzlich und für mich gut verträgich, allerdings nur gesättigte Fettsäuren-also die nicht so guten) oder eine Mischung aus Skyr und 20%-Quark, um auf etwas Fett und vor allem Eiweiß zu kommen und darauf ein paar Beeren oder Apfelstückchen. Ich liebs. Bei Edeka z.B. gibts auch Fruchtjoghurt, der komplett auf zugesetzten Zucker verzichtet, der wäre noch eine Alternative zu den natürlichen Varianten. Aber ich vermisse gerade nichts. 

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Mittags (gg. 13 Uhr)

Ran ans Messer- oder die Gefriertruhe. Es gibt Gemüse:)

Ich schmeiße meist eine große Pfanne mit TK-Gemüse oder geschnippeltem Gemüse an, damit ich für den Abend oder den nächsten Tag nicht nochmal m Herd stehen muss. Vor dem Servieren noch einen großen Schuss gutes Olivenöl. Dazu gibts Ei in den verschiedensten Varianten, ein Stück Hähnchen- oder Putenfleisch oder von der Firma Planted die Chicken-Version.

Dazu ein paar Kohlenhydrate in Form von Nudeln (bei mir hauptsächlich Linsen-, Kichererbsen- oder Vollkornereisnudeln), Kartoffeln/ Klößen (habe tolle Klöße bei Denns im TK entdeckt), glutenfreie Gnocchi oder Reis. 

Als Nachtisch etwas Obst für mein Hirn. Das braucht Zucker und will versorgt werden.

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Nachmittags

​Falls ich doch mal Hunger bekomme, gibts Nüsse oder mal ne Dattel oder einen histaminarmen Müsliriegel. Ist aber eher selten der Fall.

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​Abends (gg. 18/19 Uhr)

Nun gibt es meistens den Rest des Gemüses vom Mittag- zusammen mit Salatblättern und einem Dressing aus Sky oder Mandelmus, Olivenöl und Gewürzen oder oder verpackt mit Eiern in eine Art Omelette. Oder angebraten und mit einem kleinen Stück Fleisch oder Fisch. 

Oder in Form einer Suppe, die ich noch mit Linsennudeln verdicke, damit sie mich satt macht.

Generell weniger Kohlenhydrate am Abend, eher eine leicht verdauliche Mahlzeit, die trotzdem satt macht durch Eiweiß und gutes Fett.

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Dazu

Toppen tu ich mein Gemüse oft mit histaminarmen Soßen oder Aufstrichen von Histaminikus, die schmecken mir wirklich gut. Ohne Soße schmeckt alles nur halb so gut. Ich habe auch eine Fix-Tüte zum Einrühren da entdeckt, ich habe zwar früher nie mit sowas gekocht, jetzt ist es aber eine tolle Alternative.

Kollagen in Form von Knochenbrühe finde ich super, peppt das Essen auf und tut Gutes.

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Ich finde meine Essens-Specials hauptsächlich hier:

www.histaminikus.de (histaminfreundliche Lebensmittel und tolle Infoplattform)

www.jarmino.de (Knochenbrühe)​

​www.regarum.com (ist eine fermentierte Soße aus natürlichen Zutaten, muss man bei Histamininoleranz austesten. Ich vertrag sie in kleinen Mengen gut)

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​Und egal zu welcher Zeit- ich achte viel mehr auf Ballaststoffe, Eiweiß und Fett, damit mein Körper  vernünftig verorgt ist. Einfache Kohlenhydrate wie normale Nudeln oder einfache Brötchen sind verschwunden, weil sie zwar Kalorien liefern, aber keinen wirklichen Nährwert bieten mit dem, was der Körper zur Heilung benötigt. Man fühlt sich dadurch ein wenig wie ein Freak, weil man so "öko" ist, aber was schert mich, was wer anders denkt, wenn es mir hilft gesund zu werden? Aber eigentlich- Warum sollte ich mich selbst abwerten, nur weil das Essen in der heutigen Gesellschaft irgendwie ungesund und viel zu schnell ist?

Und den Gedanken: "Ach mann, es ist ja auch so schwierig in Gesellschaft etwas zu essen!" habe ich  nicht. Einfach, weil ich mir entweder was mitnehme; das Essen, was ich irgendwo kaufen könnte, gar nicht unbedingt essen will, und das Essen selbst nicht das ist, was mich mit der Gesellschaft verbinden muss sondern einfach ds Zusammensein.

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